JestePark am Seeveufer

JestePark am Seeveufer

Ein Einblick in das Projekt Jestepark.

Die Ausgangslage!

Jesteburg bietet neun gemeindeeigene Spielplätze. Knapp die Hälfte wurde im Zusammenhang mit Neubauvorhaben durch die Investoren erstellt und später der Gemeinde übergeben.

Der Spielplatz Seeveufer ist der größte Spielplatz in Jesteburg. Er wurde vor gut 38 Jahren (1982) unmittelbar angrenzend an das Landschaftsschutzgebiet „Seeve“ auf den Seevewiesen errichtet.

In seiner unmittelbaren Umgebung befindet sich die Kita-Seeveufer. Auch von der Kita– Moorweg, der Kita-Sandbarg, der Grundschule und der Oberschule ist er fußläufig zu erreichen.

Seine Lage ist auch touristisch interessant, liegt er doch direkt am Seeve-Radwanderweg.

Der Lack ist ab!

Was seinerzeit sicherlich zeitgemäß war, hat mit den Jahren erheblich an Attraktivität verloren. Zwar wurden einige Geräte ausgetauscht, doch manch Gerät wurde einfach nicht ersetzt. Andere Geräte wurden zwar wieder und wieder repariert, doch der Spielspaß ist oft kaum noch gegeben. Die Wege befinden sich ebenso wie die Sitzgelegenheiten in einem wenig einladenden Zustand. „Inklusion“ war damals noch ein Fremdwort, was auch an der fehlenden „Barrierefreiheit“ der Flächen und Spielgeräte erkennbar ist.

Insgesamt bietet der Spielplatz für Kinder und Jugendliche wenig Anreize, um hier die Freizeit zu verbringen. Erwachsenen bieten sich keine Möglichkeiten, um entspannt die Umgebung zu genießen, während die Kinder miteinander spielen.

Leider lässt die gesamte Gestaltung des Spielplatzes wenig Raum für kreatives Spielen. Geschütze Spiel- und Aufenthaltsbereiche sind ebensowenig vorhanden wie ansprechende Angebote für Heranwachsende. Die Wege und die Spielmöglichkeiten sind in einem wenig gepflegten Zustand – notdürftig repariert (z.B. die Hangrutsche) oder sogar seit Monaten nicht mehr funktionstüchtig (z.B. die Seilbahn).

Der Spielplatz ist aktuell mit diesen Spielmöglichkeiten ausgestattet (Bildmaterial Nov.2018):

Das Konzept : Ein Spielplatz für alle

Mit unserem Konzept plädieren wir für eine grundlegende Umgestaltung des Spielplatzes. Das gesamte Gelände soll zu einem Ort der Begegnung weiterentwickelt werden, den alle Jesteburger und Gäste gerne besuchen.

Statt einer „gut“ überblickbaren Fläche und ausschließlich vordefinierter Spielangebote, wollen wir ein Angebot zur fantasieanregenden Freizeitgestaltung umsetzen, das allen Kindern und Jugendlichen eigene Räume bietet und trotzdem durch unterschiedliche Verweilangebote zu Begegnungen zwischen den Altersgruppen einlädt.

Dafür wird das gesamte Gelände stärker modelliert (z.B. Hügel, Senken) und die das Gebiet umgebenden typischen Moor-, Fluß- und Heideflächen werden gestalterisch ebenso aufgenommen, wie der historische Bezug zur „Jeste-Burg“.

Die Flächen zwischen den einzelnen Spielzonen und Treffpunkten, mit heimischen Gewächsen bepflanzt, verbinden die einzelnen Bereiche und schaffen gleichzeitig sowohl trennende und schattenspendende Bereiche als auch Räume für individuelle Rückzugsmöglichkeiten.

NATURNAH + INKLUSION + ÜBEREGIONAL BEDEUTSAM

Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen spiegeln immer folegnde Grundansprüche wieder:

  • Natürliche Materialien für Spielgeräte, Wege und Rastplätze.
  • Spielzonen für unterschiedliche Altersgruppen.
  • Verbindende, barrierefreie Wege.
  • Integrative Spielmöglichkeiten, Sitzplätze und Treffpunkte.
  • Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten, die auch für Nicht-Jesteburger anlocken.

Für die Umgestaltung des Spielplatzes wurden von einer Arbeitsgruppe aus Politik und Bürgern in vielen Treffen und Gesprächen mit Spielgeräteherstellern und Landschaftsplanern vor Ort auch die Kosten der Umgestaltung geprüft. Spielplätze in dieser Größe können nach Auskunft der Hersteller problemlos über eine halbe Million Euro verschlingen.

Für unseren Spielplatz hat sich die Arbeitsgruppe entschieden, neben den Spielgeräten auch die Natur als Spielraum mit einzubeziehen. Deshalb wird auf die naturnahe Gestaltung des Geländes ein besonderes Augenmerk gelegt und die erfolgreiche Umsetzung des Spielplatzes der Kita Moorweg als positives Beispiel berücksichtigt.

Insgesamt planen wir mit einem Kostenbudget von 420.000 Euro. Davon entfallen auf Spielgeräte gut 50%, auf die Landschaftsgestaltung 30% und auf kommunikative Aufenthaltsangebote 20%.

Unser Verein hat sich zum Ziel gesetzt mit Hilfe von Stiftungen, Spendern und Eigenleistungen zwei Drittel der Kosten selbst zu finanzieren. Ein Drittel der Kosten sollten von der Gemeinde übernommen werden.

Kinder im Krippenalter

Sensorik und Bewegung sind die verbindenden Begriffe für diesen Spielplatzbereich. Viel Spielsand und eine Spielkombination, eine Nestschaukel und Federwippen laden zum Spielen und Entdecken ein. Direkt neben diesem Spielbereich befindet sich ein Elterntreffpunkt, der zum Klönen einlädt und einen guten Überblick über die Spielfläche erlaubt. Die Sitzplätze sind so gestaltet, dass auch die Kinder eigene Sitzmöglichkeiten haben und auch bei „schlechtem“ Wetter ein geschützter Bereich vorhanden ist.

Beispielgeräte:

Kinder im Kindergartenalter

Koordination und Fantasie sind die verbindenden Begriffe für diesen Spielplatzbereich. Viel Spielsand und ein Hüttendorf laden zum fantasiebetonten Spielen ein. Die Spielhäuser bieten Räume, um auch in einem ruhigen Umfeld miteinander zu spielen. Eine große Spielkombination und ein Wackelschiff laden zum aktiven, koordinationsbetonten Klettern ein.

Beispielgeräte:

Kinder im Grundschulalter

Koordination und Bewegung sind die verbindenden Begriffe für diesen Spielplatzbereich. Hierfür bietet sich eine abwechslungsreiche Vielfalt in unterschiedlichen „Räumen“ an. Rund um die Spielgeräte wird sowohl Spielsand als auch Rasen eingesetzt. Schaukeln und Wippen für unterschiedliche Bedürfnisse oder Trampoline und verschiedene Klettergelegenheiten sorgen für ein vielfältiges  Bewegungsangebot. Mit einer „Wassermatsch“-Anlage und einem angedeuteten Wasserlauf wird ein zusätzlicher Bereich für fantasievolles Spielen geschaffen.

Die bestehende Seilbahn und die große Hügelrutsche werden in das Konzept integriert.

Beispielgeräte:

Jugendliche im Oberschulalter

Chillen und Sport sind die wesentlichen Elemente dieses Bereiches. Die Fläche wird gemeinsam mit den Jugendlichen gestaltet um umgesetzt. Angedacht sind als Sportangebote eine ›Multifunktionssportfläche, ein Work-Out-Parcours und ein Slacklining-Bereich. Teilflächen können bei Frost geflutet werden („Eisbahn“). Die Angebote werden durch „Chill-out“-Flächen ergänzt. Angedacht sind sowohl überdachte Sitzgelegenheiten als auch „Fläzmöbel“, die individuelle Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Beispielgeräte:

Unsere Projekt-Partner

Für die Entstehung vom „JestePark am Seeveufer“ haben in der Bauzeit 2020/2021 nachfolgende Firmen mitgewirkt:

Spielgeräte aus Robinienholz:

Firma Besendahl Naturnahe Spielgeräte GmbH & Co.KG, Hamburg

Erdarbeiten, Wegebau, Pflaster, Sitzsteine:

Firma Hans-Robert Schmidt/ Thorsten Schmidt, Jesteburg

Kriechtunnel:

Spiel-Bau GmbH, Brandenburg

Sitz-Drehkarussell:

Westfalia Spielgeräte GmbH, Hövelhof

Klangrolle:

Richter Spielgeräte GmbH, Frasdorf

JestePark erhält Naschgarten

28.04.2025

Auf der Suche nach einem Umweltprojekt für Jesteburg, hat sich die Evangelische Jugend dafür entschieden, einen Naschgarten auf dem JestePark zu sponsern. „Die Idee haben wir zusammen mit Petra Finnern von der Klimakommune Jesteburg entwickelt,“ erzählt Diakon Rüdiger Sawatzki von der Evangelischen Jugend Jesteburg|Bendestorf.
„Danach konnten wir Bauhofleiter Lars Schmidt und Frank Borgstedt vom Förderverein Jesteburger Spielplätze für das Projekt begeistern.“ Nach einigen Vorbesprechungen wurden am 28. April bei strahlendem Sonnenschein 34 Beerensträucher und drei Obstbäumchen gepflanzt.
Unter Anleitung und mit großem Eifer halfen auch die Jüngsten von der Kita Seeveufer.Finanziert wurden die Sträucher aus dem Erlös von „Rock für Tschernobyl 2023“, dem Benefizkonzert der Evangelische Jugend Jesteburg Bendestorf
„Ohne die gute Vorbereitung der Fläche durch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vom Bauhof und der Fürsprache des Fördervereins wäre es schwierig geworden. Ein herzliches Dankeschön an den Sponsor Evangelische Jugend und allen Helfern für ihr Engagement,“ freut sich Petra Finnern.
Lars Schmidt bestätigt: „Für ein Umweltprojekt mit Bildungscharakter sind wir immer zu haben!“
Und Frank Borgstedt ergänzt: „Ein Naschgarten passt super zum JestePark und ist eine schöne Bereicherung für die Gemeinschaft und eine tolle Gelegenheit für Kinder und Erwachsene, die Natur zu genießen und zu erleben.“

Diese Pflanzen wurden gesetzt:

  • Heidelbeeren – verschiedene Sorten (7x)
  • Himbeeren – verschiedene Sorten (7x)
  • Rote Johannisbeere – verschiedene Sorten (5x)
  • Weiße Johannisbeere – verschiedene Sorten (5x)
  • Schwarze Johannesbeere – verschiedene Sorten (5x)
  • Stachelbeeren – verschiedene Sorten (5x)
  • Apfel (1x)
  • Birne (1x)
  • Pflaume (1x)